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Familiengeschichten
Postkarten Herbert an uns

 
Weifeuer Wilhelm Brief an Elisabeth

Brief Seite 1

 

 

 

Für alle die es nicht gut Lesen können, hier die Reinschrift

Brief von Wilhelm Weifeuer aus Hamburg an Mama

Billsstedt, den 19.12.1957

Meine Lieben;

Erhielt heute morgen Euer Paket. Besten

Dank. Haben uns sehr gefreut. Den Schneemann

den Lisabeth  beigelegt hat, ist ja sehr schön. Wie

ist das nun mit dem Essen. Ißt sie jetzt auch gut

oder wird sie immer noch gefüttert. Oder

sagt sie denn noch immer beim Essen "ich muß

mal"? Na, wenn der Weihnachtsmann auch zu euch kommt,

dann sehe ich schwarz. Denn der

gibt den kleinen Kindern nichts, die nicht

schön Mittagessen. Und was macht der kleine

Willi. Ist er auch schon gewachsen? Und wie

geht es selbst und Deinem Mann? Und was macht Oma.

Hat Willi noch Arbeit - bei dem Frost?

Hoffentlich ist alles in Ordnung. Lisabeth, Du

schreibst, daß Ihr Euch auf den nächsten Besuch

freut. Es gehen ja noch ein paar Monate  dahin ,

bis es soweit ist. Vor August hat es ja

wenig Zweck. Man will dann auch etwas sehen.

Kirmes ist bei Euch das schönste Fest im Jahr.

Im September habe ich auch wieder einige Wochen

gelegen. Es sah nicht schön aus, hatte wieder

mit dem Herzen zu tun. Heute geht es

Gottseidank wieder besser. Habe gut zu

genommen. Wiege jetzt 78 kg. Habe gut 6 kg zugenommen.

Das ist viel. Wir haben uns es auch etwas kosten

lassen. Am liebsten hätte meine Madam es noch

hinten reingesteckt.


Seite 2

Nun steht das Weihnachtsfest wieder vor der

Tür. Wollen hoffen, das wir es noch öfters erleben.

Und wenn das kalte Wetter alle ist, dann ist

auch bald wieder Sommer. Dann gehe ich erst

wieder auf Reisen. Ich bin nicht mehr so

verrückt. Ich sitze die ganze Zeit zu Hause.

Ich finde das Umherreisen viel schöner.

Der Mensch muss von Zeit zu Zeit andere

Tapeten sehen. Ich habe es als junger Mensch

auch so gemacht. Und jetzt bin ich wieder

in Geschmack gekommen. So lange ich es

kann tu ich es auch. Zu Weihnachten

werden wir hier wohl alleine sein. Emmi wohnt

(Emmi Tochter Lebte in Österreich)

so weit von hier, und Elli und ihr Mann haben keine

(Elli Tochter lebte in Stade)

Zeit. Was Karl macht, weiß ich noch nicht, ob er

(Karl ist der Sohn)

kommt. wenn keiner kommt, wird die

Zeit etwas länger. Das läßt sich dann nicht

ändern. Will nun schließen und hoffe, daß

wir uns im neuen Jahr alle gesund und

munter wiedersehen. Und nochmals vielen

Dank für euer schönes Paket.

Wünsche Euch allen ein frohes Fest und ein

gutes, ja ein sehr gutes, neues Jahr.

Dein Bruder Onkel und für

(hier ist Oma als Schwester und Mama als Nichte gemeint)

Willi u. Lisabeth  - Opa

(hier ist Bebe und Willi gemeint) Aber warum schreibt er Opa

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Bock Matthias Sri Lanka
Familiengeschichten
Mittwoch, den 29. Dezember 2010 um 22:19 Uhr

Matthias  in Sri Lanka RP

 
Grenzüberschreitung CSSR

Österreichurlaub

Staatsgrenze

 
Berberich, Anna-Katharina

 
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